Bereits seit 2015 baut und betreibt die enalpin AG in Saas-Fee ein Wärmenetz, und ermöglicht es den Bewohnerinnen und Bewohnern im Gletscherdorf, auf nachhaltige Weise zu heizen und tonnenweise CO₂ zu sparen. Während in einer ersten Etappe 2015 mit der Bohrung von rund 100 Erdsonden die Jugendherberge und das «Aqua Allalin» ans Netz angeschlossen wurden, kamen seitdem in weiteren Bauphasen Bezüger im «Unterdorf» und an der oberen Dorfstrasse dazu. Zudem wurde auch die Erzeugung erweitert, so dass heute ca. 30 km Erdsonden auf einer tiefe bis 150 m die Versorgungssicherheit des Wärmenetzes sicherstellen.
Für das Wärmenetz Saas-Fee setzt die enalpin AG zu 100 % auf erneuerbare Energien: Herzstück ist eine Grosswärmepumpe in der technischen Zentrale beim Parkhaus. Diese entzieht der Umgebungsluft im Sommer mit eigens produziertem Photovoltaikstrom Wärme und liefert sie zum Heizen und für die Warmwasserproduktion an die angeschlossenen Liegenschaften. Die überschüssige Sommerwärme wird in die Erdsonden im Felsen unterhalb des Parkhauses gespeichert. Von diesem Speicher zehrt das Wärmenetz im Winter, wenn im Gletscherdorf so richtig geheizt werden muss.
Mit den knapp 200 Erdsondenbohrungen gehört die Anlage in Saas-Fee zu den grössten ihrer Art im alpinen Raum. Das Konzept bringt maximale Versorgungssicherheit mit geringstmöglicher Abhängigkeit der globalen Energiemärkte.
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